Mineralstoffe sind lebenswichtige Nährstoffe, die unser Körper täglich benötigt. Sie unterstützen unter anderem unsere Muskeln und Nerven, tragen zur Erhaltung gesunder Knochen bei und sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt.
Gerade für Frauen ab 50 lohnt es sich, auf eine ausreichende Versorgung zu achten. Denn mit zunehmendem Alter verändern sich manche körperlichen Bedürfnisse. Besonders die Knochengesundheit spielt in und nach den Wechseljahren eine wichtige Rolle.
Doch welche Mineralstoffe sind eigentlich besonders wichtig? Und in welchen Lebensmitteln stecken sie?
Die gute Nachricht: Viele dieser Nährstoffe lassen sich durch eine abwechslungsreiche Ernährung ausreichend aufnehmen. Zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel sind deshalb nicht automatisch notwendig.
In diesem Artikel stellen wir dir sieben wichtige Mineralstoffe vor: Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Natrium und Selen. Du erfährst, welche Aufgaben sie im Körper übernehmen, welche Lebensmittel gute Quellen sind und worauf du bei deiner Versorgung achten solltest.
Inhaltsverzeichnis
Calcium: Wichtig für Knochen, Zähne und Muskeln
Calcium gehört zu den bekanntesten Mineralstoffen und ist besonders für unsere Knochen und Zähne wichtig. Rund 99 Prozent des Calciums in unserem Körper befinden sich dort und tragen zu ihrer Stabilität bei.
Doch Calcium kann noch mehr. Der Mineralstoff wird auch für die normale Funktion unserer Muskeln benötigt und spielt eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Nervensignalen.
Warum ist Calcium gerade ab 50 wichtig?
Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Knochenstoffwechsel. Besonders nach den Wechseljahren kann der sinkende Östrogenspiegel dazu beitragen, dass Knochenmasse schneller abgebaut wird.
Eine ausreichende Calciumversorgung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Knochengesundheit. Allerdings spielen auch Vitamin D, regelmäßige Bewegung und weitere Faktoren eine Rolle.
Wichtig: Calcium allein kann Osteoporose nicht zuverlässig verhindern. Eine langfristig unzureichende Versorgung kann jedoch die Knochengesundheit beeinträchtigen.
Welche Lebensmittel enthalten viel Calcium?
Gute Calciumquellen sind beispielsweise:
- Milchprodukte: Milch, Naturjoghurt und Käse
- Grünes Gemüse: Besonders Grünkohl und Brokkoli
- Calciumreiches Mineralwasser: Achte auf den Calciumgehalt auf dem Etikett.
- Angereicherte Pflanzendrinks: Beispielsweise Hafer- oder Sojadrinks mit zugesetztem Calcium
Auch Spinat enthält Calcium. Aufgrund seines hohen Oxalsäuregehalts kann der Körper dieses jedoch vergleichsweise schlecht aufnehmen.
Mit einer abwechslungsreichen Ernährung lässt sich der Calciumbedarf häufig gut decken.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie viel Calcium Frauen ab 50 benötigen und worauf du bei der Versorgung achten solltest, lies unseren ausführlichen Beitrag:
Calcium ab 50: Warum der Mineralstoff für deinen Körper wichtig ist
Magnesium: Wichtig für Muskeln, Nerven und Knochen
Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der an zahlreichen Vorgängen in unserem Körper beteiligt ist. Er unterstützt die normale Funktion unserer Muskeln und Nerven, trägt zum Energiestoffwechsel bei und spielt eine wichtige Rolle für die Knochengesundheit.
Gerade für Frauen ab 50 ist eine ausreichende Magnesiumversorgung interessant. Denn neben Calcium gehört auch Magnesium zu den Mineralstoffen, die zur Erhaltung normaler Knochen beitragen.
Welche Aufgaben übernimmt Magnesium?
Magnesium wird für viele Stoffwechselprozesse benötigt. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören:
- Muskelfunktion: Magnesium trägt dazu bei, dass unsere Muskeln normal arbeiten können.
- Nervensystem: Der Mineralstoff unterstützt die normale Funktion unserer Nerven.
- Energiestoffwechsel: Magnesium hilft dem Körper dabei, Energie aus der Nahrung nutzbar zu machen.
- Knochengesundheit: Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.
Ein ausgeprägter Magnesiummangel kann unter anderem Muskelkrämpfe oder Muskelschwäche verursachen. Allerdings bedeutet nicht jeder Wadenkrampf automatisch, dass dem Körper Magnesium fehlt.
Welche Lebensmittel enthalten Magnesium?
Magnesium steckt in vielen alltäglichen Lebensmitteln. Besonders gute Quellen sind:
- Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne
- Mandeln und Cashewkerne
- Haferflocken und andere Vollkornprodukte
- Linsen, Bohnen und Kichererbsen
- Grünes Blattgemüse
Mit einer abwechslungsreichen Ernährung lässt sich der Magnesiumbedarf häufig gut decken.
Gut zu wissen: Zusätzliche Magnesiumpräparate sind nicht für jede Frau ab 50 notwendig. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Ernährung, möglichen Erkrankungen und der Einnahme bestimmter Medikamente ab.
Wenn du mehr über den täglichen Magnesiumbedarf, mögliche Mangelerscheinungen und die Bedeutung des Mineralstoffs für deinen Körper erfahren möchtest, lies unseren ausführlichen Beitrag:
Magnesium ab 50: Wirkung, Bedarf und Mangel erkennen
Kalium: Wichtig für Blutdruck, Muskeln und Nerven
Kalium gehört zu den lebenswichtigen Mineralstoffen und ist besonders für die normale Funktion unserer Muskeln und Nerven wichtig. Außerdem trägt es zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.
Kalium ist ein sogenannter Elektrolyt. Das bedeutet, dass es unter anderem an der Regulierung des Flüssigkeitshaushalts und an der Weiterleitung elektrischer Signale in unseren Körperzellen beteiligt ist.
Welche Aufgaben übernimmt Kalium?
Kalium erfüllt mehrere wichtige Funktionen:
- Blutdruck: Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.
- Muskelfunktion: Der Mineralstoff wird benötigt, damit unsere Muskeln normal arbeiten können. Dazu gehört auch der Herzmuskel.
- Nervensystem: Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung von Nervensignalen.
- Flüssigkeitshaushalt: Gemeinsam mit Natrium hilft Kalium dabei, den Flüssigkeitshaushalt unserer Körperzellen zu regulieren.
Gerade ab 50 ist ein gesunder Blutdruck ein wichtiges Thema. Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten kann dazu beitragen, den Körper ausreichend mit Kalium zu versorgen.
Welche Lebensmittel enthalten viel Kalium?
Kalium kommt in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Gute Quellen sind beispielsweise:
- Kartoffeln
- Bohnen, Linsen und andere Hülsenfrüchte
- Bananen
- Avocados
- Spinat und anderes Gemüse
- Getrocknete Aprikosen
Mit einer abwechslungsreichen Ernährung lässt sich der Kaliumbedarf häufig gut decken.
Sollte man zusätzlich Kalium einnehmen?
Nicht jede Frau ab 50 benötigt Kaliumpräparate. Bei gesunden Menschen ist eine ausreichende Versorgung über die Ernährung normalerweise gut möglich.
Wichtig: Sowohl zu niedrige als auch zu hohe Kaliumwerte im Blut können gesundheitliche Probleme verursachen und unter anderem den Herzrhythmus beeinflussen.
Besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion oder der Einnahme bestimmter Medikamente, beispielsweise einiger Blutdruckmittel, kann zusätzliches Kalium problematisch sein.
Deshalb solltest du Kaliumpräparate nicht ohne ärztliche Rücksprache einnehmen.
Mein Tipp: Setze im Alltag lieber auf kaliumreiche Lebensmittel als auf eine eigenständige Einnahme hochdosierter Präparate. Wenn du an einer Nierenerkrankung leidest oder bestimmte Medikamente einnimmst, solltest du deine Kaliumzufuhr individuell ärztlich abklären lassen.
Eisen: Wichtig für Blutbildung, Sauerstofftransport und Energie
Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das unser Körper für verschiedene Aufgaben benötigt. Besonders bekannt ist seine Bedeutung für die Bildung roter Blutkörperchen und den Sauerstofftransport im Blut.
Eisen ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Dieser sorgt dafür, dass Sauerstoff von der Lunge zu den Organen und Geweben transportiert werden kann.
Außerdem trägt Eisen zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur normalen Funktion des Immunsystems bei.
Warum ist Eisen gerade für Frauen ab 50 interessant?
Während der fruchtbaren Lebensjahre verlieren Frauen durch die Menstruation regelmäßig Eisen. Nach den Wechseljahren entfällt dieser monatliche Blutverlust normalerweise.
Deshalb ist der Eisenbedarf nach der Menopause in der Regel geringer als bei Frauen mit regelmäßiger Monatsblutung.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Eisenmangel ab 50 ausgeschlossen ist. Auch eine zu geringe Eisenaufnahme, bestimmte Erkrankungen oder Blutverluste können zu einem Mangel führen.
Wichtig: Wird nach den Wechseljahren ein Eisenmangel festgestellt, sollte ärztlich untersucht werden, welche Ursache dahintersteckt. Insbesondere unbemerkte Blutverluste aus dem Magen-Darm-Trakt müssen gegebenenfalls ausgeschlossen werden.
Welche Lebensmittel enthalten viel Eisen?
Eisen kommt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor.
Gute Eisenquellen sind beispielsweise:
- Fleisch: Besonders Rindfleisch enthält gut verfügbares Eisen.
- Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen und Kichererbsen liefern pflanzliches Eisen.
- Tofu: Eine pflanzliche Eiweißquelle, die auch Eisen enthalten kann.
- Kürbiskerne und Sesam: Sie können zur täglichen Eisenversorgung beitragen.
- Vollkornprodukte: Beispielsweise Haferflocken und Vollkornbrot.
Eisen aus tierischen Lebensmitteln wird teilweise besser aufgenommen als Eisen aus pflanzlichen Quellen.
Ein einfacher Tipp für den Alltag: Kombiniere pflanzliche Eisenquellen mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln. Beispielsweise passen Paprika zu einem Linsensalat oder frische Beeren zum Haferflockenfrühstück. Vitamin C kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verbessern.
Woran kann man einen Eisenmangel erkennen?
Ein Eisenmangel kann sich unter anderem durch ungewöhnliche Müdigkeit, verminderte Belastbarkeit oder Konzentrationsprobleme bemerkbar machen.
Entsteht daraus eine Eisenmangelanämie, können zusätzlich Blässe, Schwindel oder Kurzatmigkeit auftreten.
Diese Beschwerden haben allerdings viele mögliche Ursachen. Ein Eisenmangel lässt sich deshalb nicht allein anhand der Symptome feststellen.
Bei Verdacht können ärztliche Blutuntersuchungen, beispielsweise des Blutbildes und des Ferritinwertes, helfen, die Eisenversorgung zu beurteilen.
Sind Eisenpräparate ab 50 sinnvoll?
Nicht jede Frau ab 50 benötigt zusätzlich Eisen. Eine vorsorgliche Einnahme hochdosierter Präparate ist ohne festgestellten Bedarf nicht empfehlenswert.
Zu viel Eisen kann gesundheitliche Probleme verursachen. Außerdem können Eisenpräparate Nebenwirkungen wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Verstopfung auslösen.
Mein Tipp: Achte auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit geeigneten Eisenquellen. Wenn du häufig ungewöhnlich erschöpft bist oder ein Eisenmangel vermutet wird, lass die Ursache ärztlich abklären, bevor du zu Nahrungsergänzungsmitteln greifst.
Zink: Wichtig für Immunsystem, Haut und Haare
Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das unser Körper für zahlreiche Stoffwechselprozesse benötigt. Es unterstützt die normale Funktion des Immunsystems, ist an der Zellteilung beteiligt und trägt zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel bei.
Auch bei der Wundheilung spielt Zink eine wichtige Rolle. Da unser Körper keine größeren Zinkreserven anlegt, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung wichtig.
Warum ist Zink gerade ab 50 interessant?
Mit zunehmendem Alter lohnt es sich, auf eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche Ernährung zu achten. Dazu gehört auch eine ausreichende Versorgung mit Zink.
Der Mineralstoff übernimmt unter anderem folgende Aufgaben:
- Immunsystem: Zink trägt zu einer normalen Funktion der körpereigenen Abwehr bei.
- Haut und Haare: Zink unterstützt die Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel.
- Zellteilung: Der Körper benötigt Zink für die normale Zellteilung und verschiedene Stoffwechselprozesse.
- Wundheilung: Eine ausreichende Zinkversorgung ist wichtig für die natürlichen Reparaturprozesse des Körpers.
Ein ausgeprägter Zinkmangel kann sich beispielsweise durch eine verzögerte Wundheilung, Hautveränderungen oder Haarausfall bemerkbar machen.
Allerdings haben solche Beschwerden viele mögliche Ursachen. Nicht jeder Haarausfall oder jede Hautveränderung ist deshalb auf einen Zinkmangel zurückzuführen.
Welche Lebensmittel enthalten viel Zink?
Zink kommt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor.
Gute Quellen sind beispielsweise:
- Fleisch: Besonders Rindfleisch liefert gut verfügbares Zink.
- Käse und Eier: Sie können zur täglichen Zinkversorgung beitragen.
- Meeresfrüchte: Vor allem Austern enthalten viel Zink.
- Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen und Kichererbsen liefern pflanzliches Zink.
- Nüsse und Kerne: Besonders Kürbiskerne sind eine gute Ergänzung.
- Vollkornprodukte: Beispielsweise Haferflocken und Vollkornbrot.
Pflanzliche Lebensmittel enthalten häufig sogenannte Phytate, die die Zinkaufnahme im Darm verringern können. Durch Einweichen, Keimen oder Sauerteigführung lässt sich der Phytatgehalt teilweise reduzieren.
Brauchen Frauen ab 50 zusätzliche Zinkpräparate?
Eine ausreichende Zinkversorgung ist wichtig. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Frau ab 50 ein Nahrungsergänzungsmittel benötigt.
Wer sich abwechslungsreich ernährt, kann seinen Zinkbedarf häufig über Lebensmittel decken.
Wichtig: Eine dauerhaft zu hohe Zinkzufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel kann unter anderem die Kupferaufnahme beeinträchtigen und langfristig zu einem Kupfermangel führen.
Deshalb solltest du hochdosierte Zinkpräparate nicht ohne konkreten Anlass oder fachliche Beratung einnehmen.
Mein Tipp: Baue regelmäßig zinkreiche Lebensmittel in deinen Speiseplan ein. Eine Portion Haferflocken mit Kürbiskernen oder ein Linsengericht sind einfache Möglichkeiten, deine Zinkversorgung im Alltag zu unterstützen.
Natrium: Wichtig für Flüssigkeitshaushalt, Muskeln und Nerven
Natrium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, den unser Körper unter anderem für die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts benötigt. Außerdem spielt er eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung von Nervensignalen und der normalen Muskelfunktion.
Wir nehmen Natrium hauptsächlich über Kochsalz auf. Dabei besteht Kochsalz aus Natrium und Chlorid.
Obwohl Natrium für unseren Körper unverzichtbar ist, nehmen viele Menschen über ihre tägliche Ernährung mehr Salz auf als empfohlen.
Welche Aufgaben übernimmt Natrium?
Natrium erfüllt mehrere wichtige Funktionen:
- Flüssigkeitshaushalt: Natrium hilft dabei, den Wasserhaushalt innerhalb und außerhalb unserer Körperzellen zu regulieren.
- Nervensystem: Der Mineralstoff ist an der Weiterleitung elektrischer Signale in unseren Nerven beteiligt.
- Muskelfunktion: Natrium wird benötigt, damit unsere Muskeln normal arbeiten können.
- Elektrolythaushalt: Gemeinsam mit Kalium trägt Natrium zur Regulation wichtiger Vorgänge in unseren Körperzellen bei.
Warum sollten Frauen ab 50 auf ihren Salzkonsum achten?
Bluthochdruck tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf. Eine dauerhaft hohe Salzaufnahme kann bei vielen Menschen zu erhöhten Blutdruckwerten beitragen.
Deshalb ist es sinnvoll, den eigenen Salzkonsum im Blick zu behalten.
Dabei geht es nicht darum, vollständig auf Salz zu verzichten. Unser Körper benötigt Natrium, aber in der Regel nehmen wir über unsere Lebensmittel bereits ausreichend davon auf.
In welchen Lebensmitteln steckt besonders viel Salz?
Größere Salzmengen können beispielsweise enthalten sein in:
- Brot und Brötchen
- Wurstwaren und Schinken
- Käse
- Fertiggerichten und Instantprodukten
- Salzigen Snacks wie Chips und Salzstangen
- Würzsoßen und manchen Gewürzmischungen
Auch Lebensmittel, die gar nicht besonders salzig schmecken, können zur täglichen Salzaufnahme beitragen.
Wie viel Salz ist am Tag sinnvoll?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, nicht mehr als etwa 6 Gramm Speisesalz pro Tag aufzunehmen. Das entspricht ungefähr einem gestrichenen Teelöffel – einschließlich des Salzes, das bereits in Lebensmitteln enthalten ist.
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten kannst du deinen Salzkonsum reduzieren:
- Würze häufiger mit frischen Kräutern, Knoblauch oder Gewürzen.
- Vergleiche beim Einkaufen die Salzangaben auf Verpackungen.
- Bereite Mahlzeiten möglichst oft selbst zu.
- Probiere dein Essen, bevor du nachsalzt.
Wichtig: Auch ein zu niedriger Natriumwert im Blut kann gefährlich sein. Er kann beispielsweise bei bestimmten Erkrankungen, durch Medikamente oder bei Störungen des Wasserhaushalts auftreten. Ein niedriger Blutnatriumwert bedeutet nicht automatisch, dass du zu wenig Salz gegessen hast.
Mein Tipp: Versuche nicht, Natrium vollständig zu vermeiden. Achte lieber auf eine ausgewogene Ernährung und einen bewussten Umgang mit Salz. Wenn du wegen einer Erkrankung besondere Vorgaben zur Salz- oder Flüssigkeitszufuhr erhalten hast, sollten diese Vorrang haben.
Selen: Wichtig für Schilddrüse, Immunsystem und Zellschutz
Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das unser Körper nur in kleinen Mengen benötigt. Trotzdem übernimmt es wichtige Aufgaben.
Der Mineralstoff ist Bestandteil bestimmter Enzyme, die unsere Zellen vor oxidativem Stress schützen. Außerdem trägt Selen zu einer normalen Funktion des Immunsystems und der Schilddrüse bei.
Auch für die Erhaltung normaler Haare und Nägel spielt Selen eine Rolle.
Warum ist Selen gerade ab 50 interessant?
Mit zunehmendem Alter lohnt es sich, auf eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen zu achten. Dazu gehört auch Selen.
Besonders interessant sind seine Aufgaben im Körper:
- Schilddrüse: Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei.
- Immunsystem: Der Mineralstoff unterstützt die normale Funktion der körpereigenen Abwehr.
- Zellschutz: Selenhaltige Enzyme helfen dabei, unsere Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
- Haare und Nägel: Selen trägt zur Erhaltung normaler Haare und Nägel bei.
Das bedeutet allerdings nicht, dass eine zusätzliche Einnahme von Selen die Schilddrüse verbessert oder Haarausfall verhindert. Entscheidend ist eine ausreichende, aber nicht übermäßige Versorgung.
Welche Lebensmittel enthalten Selen?
Selen kommt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor.
Gute Quellen können beispielsweise sein:
- Fisch und Meeresfrüchte
- Eier
- Fleisch
- Milchprodukte
- Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte
- Paranüsse
Wie viel Selen pflanzliche Lebensmittel enthalten, hängt unter anderem vom Selengehalt der Böden ab, auf denen sie angebaut werden.
Warum sollte man bei Paranüssen vorsichtig sein?
Paranüsse sind für ihren teilweise sehr hohen Selengehalt bekannt. Allerdings kann die enthaltene Menge von Nuss zu Nuss erheblich schwanken.
Deshalb sind Paranüsse keine zuverlässige Möglichkeit, die tägliche Selenzufuhr genau zu dosieren. Größere Mengen oder ein regelmäßiger Verzehr mehrerer Paranüsse können zu einer überhöhten Aufnahme führen.
Sind Selenpräparate ab 50 notwendig?
Nicht jede Frau ab 50 benötigt zusätzliches Selen. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Versorgung und möglichen gesundheitlichen Besonderheiten ab.
Wichtig: Eine dauerhaft zu hohe Selenzufuhr kann gesundheitsschädlich sein. Mögliche Folgen sind unter anderem Haarausfall, brüchige Nägel und Beschwerden des Nervensystems.
Gerade weil sowohl ein Mangel als auch eine Überversorgung problematisch sein können, solltest du hochdosierte Selenpräparate nicht vorsorglich einnehmen.
Mein Tipp: Setze auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit unterschiedlichen Selenquellen. Wenn bei dir eine Schilddrüsenerkrankung besteht oder du einen Selenmangel vermutest, kläre eine mögliche Nahrungsergänzung vorher ärztlich ab.
Häufige Fragen zu Mineralstoffen (FAQ)
Fazit: Mit einer ausgewogenen Ernährung gut mit Mineralstoffen versorgt
Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Natrium und Selen haben eines gemeinsam: Unser Körper benötigt sie, um wichtige Aufgaben zu erfüllen. Ob für starke Knochen, die normale Funktion unserer Muskeln und Nerven oder das Immunsystem – jeder dieser Mineralstoffe leistet seinen eigenen Beitrag.
Gerade für Frauen ab 50 lohnt es sich, auf eine gute Nährstoffversorgung zu achten. Das bedeutet aber nicht, dass du deinen Speiseplan komplett umstellen oder täglich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen musst.
Oft sind es die kleinen Gewohnheiten, die im Alltag einen Unterschied machen: mehr Gemüse, regelmäßig Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, eine Handvoll Nüsse oder Samen und ein bewusster Umgang mit Salz.
Mein Rat: Versuche nicht, jeden einzelnen Mineralstoff ständig im Blick zu behalten. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist für die meisten Menschen die beste Grundlage.
Wenn du häufig ungewöhnlich müde bist, bestimmte Beschwerden hast oder einen Nährstoffmangel vermutest, lass die mögliche Ursache ärztlich abklären. Denn nicht nur ein Mangel, sondern auch eine übermäßige Zufuhr einzelner Mineralstoffe kann problematisch sein.
Und denke daran: Gesund zu leben bedeutet nicht, alles perfekt machen zu müssen. Es geht vielmehr darum, deinen Körper jeden Tag möglichst gut zu unterstützen.
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